Mittel- und Schwerflüchtige Substanzen

Schwerflüchtige Schadstoffe sind weniger in der Raumluft zu finden, sondern setzen sich an Oberflächen von Möbeln, Tapeten, Vorhängen und im Hausstaub ab und sind über einen sehr langen Zeitraum nachzuweisen. Man findet sie unter anderem in Weichmachern (z.B im Kinderspielzeug), in Bioziden wie Pflanzen- und Holzschutzmitteln (z.B in Textilien), in Flammschutzmitteln sowie in Teer, Bitumen und Ruß.

All diese Schadstoffe können Kopfschmerzen, Müdigkeit, Asthma und eine Schwächung des Immunsystems

hervorrufen. Teilweise sind sie als krebserregend eingestuft worden.

 

Leichtflüchtige Substanzen

Zu den leichtflüchtigen Schadstoffen zählen z.B. Lösemittel, Formaldehyd, Isocyanate, Isothiazolinone. Sie kommen in vielen Materialien vor, wie z.B. in Farben, Reinigern, Kunststoffen, Möbeln, Fußböden. Sie werden häufig über einen längeren Zeitraum in hohen Konzentrationen in die Raumluft abgegeben.

 

Formaldehyd

Formaldehyd begegnet uns vor allem in Spanplatten und Holzwerkstoffen, die einen hohen Leimanteil besitzen. Besonders in älteren Fertighäusern ist oft noch eine hohe Konzentration nachweisbar, da Formaldehyd über Jahrzehnte an die Raumluft abgegeben wird. Die Gesundheitsrisiken bestehen unter anderem in der Reizung der Schleimhäute und Atemwege, dem Auftreten von Kopfschmerzen und Müdigkeit.